Behindertenbegleithunde sind Hunde, die meist als Welpe zu einem Schwerbehinderten kommen und dann mit Hilfe des Ausbilders (Trainers) für ihre zukünftigen Arbeitsfelder trainiert werden. Diese Hunde erfahren nach einer Grundausbildung eine dienstleistende Ausbildung, die sich individuell nach den Bedürfnissen und der Behinderung seines Menschen richtet. Ich arbeite ohne Patenfamilien! Das Konzept sieht so aus, dass bereits der Welpe mit „seiner“ Familie ausgebildet wird.


  •  PTBS Assistenzhunde
  • Diabetikerwarnhunde
  • Signalhunde für hörgeschädigte Menschen
  • Epilepsiewarnhunde
  • Assistenzhunde für Rollstuhlfahrer

 

Ein Behindertenbegleithund wird für körperbehinderte Menschen ausgebildet. Er hilft dem Menschen in seinem Alltag durch spezielle Aufgaben, die er (Mensch) nicht alleine bewältigen kann. Zum Beispiel:

• Gegenstände auf Zuruf bringen
• Türen, Schubladen, Schränke öffnen/schließen
• Hilfe holen
• beim Ausziehen helfen
• im Haushalt helfen (z. B. Waschmaschine ein-/ausräumen).

Der Assistenzhund ist aber weit mehr als nur ein Helfer für praktische Aufgaben. Als sozialer Mittler fördert er die Integration von Menschen mit körperlicher Behinderung in die Gesellschaft. Über den Hund fällt es viel leichter, Kontakt aufzunehmen. Rollstuhlfahrern gibt er Sicherheit, während er „Fußgängern“ hilft, ihre Hemmschwelle Menschen mit körperlicher Behinderung gegenüber zu überwinden und auf sie zuzugehen. Darüber hinaus trägt er zur Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins bei. Er vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden. So wie der Mensch sich auf die Hilfe des Hundes stützt, benötigt auch der Hund Zuwendung und Versorgung durch seinen Menschen. Durch seine praktischen Funktionen und sozial-emotionalen Komponenten verhilft der Assistenzhund benachteiligten Menschen zu mehr Unabhängigkeit von Dritten. Damit trägt er bei gleichzeitiger Verringerung der Pflege-, Heil- und Therapiekosten zur Steigerung der Lebensqualität eines Menschen mit körperlicher Behinderung bei.
 


Diese Hunde dürfen weder andere noch seinen Menschen gefährden. Auch Tieren oder Menschen gegenüber dürfen sie kein aggressives Verhalten zeigen. 

 

Die Beziehung zwischen Mensch und Hund wird intensiver, weil der Hund keine anderen Bindungen eingehen muss. Der Mensch lernt unter Anleitung selbst, seinen Hund zu trainieren und zu korrigieren. 
 

Die wertvolle Welpenzeit, in der der Hund enorm lernbegierig ist, weil er auch unter ursprünglichen Umständen in dieser Zeit die wichtigsten Fähigkeiten für sein Erwachsenenalter erwerben muss, geht nicht verloren! Wir nutzen dieses Potenzial.

 

Selbsthilfeverband Soziale Projektorganisation e.V. | hunde-training@t-online.de